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KonMari – Teil 2

Hallo ihr Lieben! Wie ihr seht gibt es zu meinem KonMari – Teil 2 sogar ein Video.

Ich weiß, mein letzter Beitrag zu dem Thema ist jetzt schon ziemlich alt und nach Teil 1 kam dann kein Teil 2 mehr. Der ist zwar schon lange geschrieben, aber nie veröffenticht. Das liegt auch daran, dass ich mir in dem Video, das ich damals abgedreht habe so gar nicht gefalle. Aber hey ich bin wie ich bin und da ich immer öfters merke, dass KonMari für mich ein Herzensthema ist was bleibenden Eindruck hinterlassen hat und ich gerade jetzt in der „Frühlingsputz-Zeit“ super motiviert bin ein KonMari – Teil 2 in meinem Leben durchzuführen, kommt nun doch noch der Post

 

KonMari – Teil 2; Jetzt aber wirklich!

Ich dachte meine Begeisterung von diesem Konzept bringe ich euch mit einem Video noch viel besser rüber.

 

Schließlich habe ich mich selbst durch eine Arbeitskollegin vom KonMari-Fieber anstecken lassen.

 

Ich habe Unordnung früher nie als etwas schlechtes angesehen und auch jetzt bin ich der Meinung wer in seinem Chaos leben will, soll das tun solange er sich damit wohlfühlt. Persönlich bin ich für mich aber irgendwann zu dem Schluss gekommen dass mich das nicht so wirklich glücklich macht und ich wollte einfach etwas verändern. Ich fand es plötzlich einfach unglaublich verlockend ganz viel Ballast abzuwerfen und mir einfach Platz zu schaffen.

Neulich hat mich jemand gefragt „Wofür brauchst du denn Platz? Willst du irgendwas anschaffen?“ Und ich dachte „NEIN! Ich will einfach Platz um Platz zu haben. – Mich frei zu fühlen, besser atmen zu können!“ Und ich muss sagen es wirkt auch immer mehr. Ich bin noch nicht am Ende meiner KonMari Reise, aber ich wollte euch heute nochmal einen kleinen Zwischenstand mitteilen.

 

Wenn ihr schon ein bisschen in meinem letzten Blogpost zu dem Thema gestöbert habt oder euch anderweitig mit der KonMari-Methode beschäftigt habt, dann wisst ihr schon, dass man bei dieser Methode nur das behält was einen wirklich glücklich macht. Und das umfasst nicht das wo man sich nicht sicher ist oder sie fragt ob man es nicht noch irgendwann mal brauchen kann.

 

Bei der KonMari-Methode geht man nach verschiedenen Kategorien vor. Kleidung – Bücher – Papiere – Krimskrams und dann Erinnerungsstücke. In meinem ersten Blogpost habe ich euch schon erzählt wie ich meine Kleidung aussortiert habe, dennoch möchte ich das hier nochmal persönlich erzählen.

 

Kleidung

So wie bei der Methode üblich habe ich beim Ausmisten meiner Kleidung erst mal alles an einen Ort geschafft. Das heißt ich habe alles aus den Schränken geholt und alles aus dem Keller (ja, ich hatte ein Jahreszeitenprinip – was bedeutet, dass immer nur die Gaderobe der aktuellen Jahreszeit im Kleiderschrank war und der Rest im Keller – SO VIEL! Kleidung hatte ich), aus den Schuhschränken, von der Garderobe, sogar die Bademäntel aus dem Badezimmer und hab es in meinem Wohnzimmer aufgetürmt. Ich muss sagen das war ein riesiger Schock und es war mir unglaublich unangenehm wie viel Zeug ich hatte!

Allein das zu begreifen war für mich so heilsam und ein Wendepunkt in meinem Leben. Es war wirklich alles voll! Anfangs hatte ich noch den guten Willen einzelne Stapel zu machen nach Tshirts, Hosen, etc., aber es war einfach zu viel. Ich hab mich dennoch bemüht erst mal alle Shirts zu machen, dann alle Röcke, alle Hosen usw. aber es war schwer konsequent einzuhalten, denn immer wieder war noch ein Teil unter einem anderen versteckt. Aber ich habe jedes Teil einzeln in die Hand genommen und mich gefragt „Macht mich das Glücklich?“ und wenn nicht weg damit! Dabei habe ich immer direkt ausgewählt was mit dem Stück passieren soll. Ich hatte unterschiedlich farbene Müllsäcke. Eine für die Altkleidersammlung der Stadt, dort werden die Teile an einer zentralen Stelle sortiert und was noch gut ist geht an Bedürftige, was nicht mehr so gut ist, wird gegebenenfall wiederverwertet und ich hatte eine Farbe Sack für Dinge die ich noch auf Mädchenflohmarkt oder Kleiderkreisel oder einem Flohmarkt in der Umgebung verkaufen wollte. So habe ich wirklich meinen Kleiderschrank um gut ¾ reduziert. Insgesamt sind 17! Säcke mit Kleidung zusammengekommen. Und es tut einfach sehr gut, dass diese nun weg ist. Ganz ehrlich, Dinge die einem zu klein geworden sind, in die man aber so gerne irgendwann wieder reinpassen würde, die machen einen doch nicht glücklich – die machen einen hier und jetzt traurig. Die sagen einem „Du hast aktuell nicht mehr diese Figur“. Und es gibt Dinge von denen man sagt „Vielleicht kommt irgendwann nochmal ein Anlass wo ich das tragen würde“, aber warum ist dieser Moment denn dann bis jetzt nicht gekommen? Ich habe teilweise Sachen aussortiert, die hatte ich gestern noch getragen, aber nicht weil sie mich glücklich machten, sondern weil ich sie einfach da hatte und dachte ich müsste sie mal wieder anziehen. Es war sogar ein Pullover dabei, den habe ich zunächst aussortiert. – Er ging direkt zur Kleidersammlung und weg war er! – Ein paar Tage später wollte ich ihn anziehen. Da er aus der H&M Basic Abteilung war und allzeitverfügbar ist, bin ich los und habe ihn mir neu gekauft und sieh da, er macht mich sogar glücklicher als der Alte! Weil der alte Pullover schon nicht mehr schön war und dieser jetzt ist es wieder.

 

Bücher

Als nächste Kategorie kamen die Bücher dran. Auch hier habe ich erstmal alle im Wohnzimmer auf den Boden gelegt. Dann bin ich mal tief in mich gegangen und habe überlegt wie wahrscheinlich ist es wirklich eins dieser Bücher nochmal zu lesen? Ja genau, ziemlich unwahrscheinlich! Und bei denen, die ich immer mal lesen wollte, es aber nie gemacht habe? Naja ich hab probiert mir vorzustellen, ob es mich wirklich glücklich machen würde es noch zu lesen, oder ob es mir vielleicht eher ein schlechtes Gewissen macht dass ich es noch nicht gelesen habe. Also habe ich auch hier sehr sehr viele Bücher aussortiert. Die aussortierten Bücher habe ich bei Momox oder Rebuy verkauft. Was dort nicht angenommen wurde, habe ich zu so einem zentralen Bücherregal (bei uns bei Ikea) gebracht. Das sind so Regale wo man gelesene Bücher rein stellen kann und sich alte herausnehmen kann. Ich habe darauf verzichtet neue mitzunehmen, die dann wieder bei mir rumstehen bis ich sie irgendwann mal lesen will.

 

Papiere

Dann kam der Papiereteil. Das Kapitel spare ich hier aus, da es wirklich ziemlich ätzend war. Nur so viel sei gesagt, wenn man sich mal damit befasst was man tatsächlich alles aufbewahren muss und was nicht, dann fällt einem auf dass man bei Weitem gesetzlich nicht verpflichtet ist so viel und Dinge vor allem so lange aufzubewahren wie es die meisten von uns vielleicht tun.

 

Kleinkram

Nun bin ich inzwischen bei Kleinkram angekommen und da zählt wirklich fast alles andere zu, außer der Erinnerungsstücke natürlich. Ich habe also Unterrubriken gemacht wie zB. DVDs. Wer braucht zu Zeiten von Netflix, Sky und co. einen Haufen an DVDs? Zumal man die meisten Filme vermutlich eh nie doppel gucken wird. Pröbchensammlungen aus Zeitschriften, die man vielleicht irgendwann mal testen will, oder weil sie so klein und praktisch sind, vielleicht mit in den Urlaub nehmen will? Ganz im Ernst? Dieses „Vielleicht“ kommt nicht! Tassen, die man im Schrank immer weiter nach hinten schiebt, weil man sie nicht mag, aber sie einem vielleicht mal geschenkt wurden? Nunja der jenige wollte einem sicher eine Freude machen und es ist ja auch schön, dass derjenige sich Gedanken gemacht hat, an einen gedacht hat, aber jetzt staubt die Tasse im Schrank zu und nimmt Platz weg und der Freund der einem diese geschenkt hat würde sicher nicht wollen, dass man immer mit einem schlechten Gewissen darauf blickt. Also weg damit!

 

So, jetzt habe ich mich fast ein bisschen in Rage geredet. In diesem Teil der KonMari-Methode bin ich noch nicht durch. Ich habe manche dieser Unterkategorien in der Rubrik Kram sogar zweimal angepackt, weil man immer noch etwas findet was doch noch weg kann. Jetzt hoffe ich erstmal ich konnte euch ein bisschen inspirieren. Ich bin jetzt jedenfalls wieder voller Elan und mache jetzt mal mit meinem Kleinkram weiter. Bis bald! Und nun viel Spaß mit dem Video!